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Müllsammlerinnen halten die Stadt Pune sauber

Mittwoch, 06. Juni 2018, Vortrag mit Bild-Präsentation

Veranstalter: Deutsch-Indische Gesellschaft Köln/Bonn in Kooperation mit der Karl Rahner Akademie

17.30 Uhr in der Karl Rahner Akademie,
Jabachstraße 4-8, 50 676 Köln
(Neumarkt)

Angesichts steigenden Wohlstandes und Konsums wachsen in Indien die Abfallberge. Bislang sammeln die Stadtverwaltungen den Müll in großen, öffentlich zugänglichen Containern und entsorgen ihn auf Deponien weit außerhalb der Stadt. Für die dortige Bevölkerung bergen die stetig wachsenden Müllberge vor ihrer Haustür große Risiken für die Umwelt und ihre Gesundheit. Der Müll vergiftet das Grundwasser, verbreitet Krankheitserreger, verpestet die Atemluft. Viele Dorfgemeinschaften wehren sich jetzt.

In der Industriestadt Pune gelang es dank der Intiative einiger junger Frauen, ein Abfall-Entsorgungssystem aufzubauen, das das Müllaufkommen deutlich reduziert, Einkommen für die Ärmsten der Armen schafft und der Stadtverwaltung obendrein viel Geld spart.

College-Dozentinnen organisierten 1993 tausende von Müllsammlerinnen, die die Straßen der Stadt auf eigene Faust nach Papier, Plastik und Glasflaschen absuchten, um ihre Familien zu ernähren, in einer Gewerkschaft. Nach nimmermüden Kampagnen, Streiks und Sit-ins gelang es 2008, die Stadtverwaltung dazu zu bewegen, Müllsammlerinnen in das städtische Abfall-Entsorgungssystem zu integrieren.

Als Mitarbeiterinnen einer Kooperative, Swach (Sauberkeit) genannt, holen die Frauen nun den Müll an der Haustür ab, sortieren wiederverwertbare Stoffe aus und überführen die Reste an städtische Sammelstellen. Die Müllsammlerinnen freuen sich über ein gesichertes Einkommen, ihre Arbeit macht vielen Bürgern das Leben leichter und erspart der Stadtverwaltung Kosten für die Entsorgung.

Rainer Hörig lebt seit mehr als dreißig Jahren in Pune. Er begleitete Müllsammlerinnen bei der Arbeit, sprach mit Hausfrauen, Gewerkschaftsmitgliedern und mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung und besuchte die Mülldeponie außerhalb der Stadt.

Eintritt: 7,50 €, ermäßigt 6 €

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